Die Bedeutung von Empathie als Führungskraft ist heute, in Zeiten des Fachkräftemangels, wichtiger denn je. Natürlich ist das Thema nicht neu. Es gab schon immer Führungskräfte, die empathischer waren, denen es wichtig war, ihre Mitarbeitenden wahrzunehmen und in gutem Kontakt zu stehen. Gleichzeitig gibt es Unternehmen, die erfolgreich nach der Methode „Friss oder stirb“ agieren. In der heutigen Zeit – und da werden mir vermutlich die meisten guten Leader zustimmen – ist Empathie unerlässlich für eine gesunde Unternehmenskultur.
Warum ich dieses Thema so wichtig finde? Seit über 20 Jahren bin ich in den unterschiedlichsten Branchen tätig, überwiegend in sozialen Bereichen wie dem Gesundheitswesen und in der Dienstleistung. Dabei habe ich viele Mitarbeitende gesehen, die unter einer wenig bis gar nicht empathischen Führungskraft litten – und ebenso habe ich Mitarbeitende aufblühen sehen, wenn eine empathische Führungspersönlichkeit am Werk war. Organisationen, in denen empathische Führungskräfte agieren, bieten ein angenehmes Arbeitsumfeld. Mitarbeitende arbeiten gerne dort und gehen ihrer Aufgabe mit Freude nach. Ist das nicht, neben all den wichtigen Hardskills, ebenfalls von großer Bedeutung?
Empathie lässt sich entwickeln, und wer diese Erkenntnis für sich gewinnt, ist schon einen Schritt weiter. Viele Führungskräfte legen den Fokus darauf, ihren Job „richtig“ zu machen. Dabei wird die Mitarbeitendenführung und deren Motivation oft entweder als Prestigeprojekt oder als notwendiges Übel betrachtet. Ich möchte mich keinesfalls dem üblichen Bashing gegen Führungskräfte anschließen. Stattdessen möchte ich sensibilisieren: Schlagzeilen wie „Einsam an der Spitze“ und „Führung Fehlanzeige“ müssen nicht sein – auch nicht auf Bewertungsportalen. Führungskräfte geraten dadurch oft unter zusätzlichen Druck, was es ihnen noch schwerer macht, empathisch zu
führen.
Jeder Mensch verhält sich aus seiner tiefsten Überzeugung heraus. Leader-Qualitäten zu leben und sich damit wohlzufühlen, sind Aspekte, die als Führungskraft wirklich zählen. Mit Empathie zu führen bedeutet, die Bedürfnisse und Gefühle der Mitarbeitenden zu berücksichtigen und so GEMEINSAM eine positive und produktive Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Empathie ermöglicht es Führungskräften, sich in die Lage der einzelnen Teammitglieder zu versetzen, ihre Perspektiven zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Dies führt in der Regel zu einer besseren Kommunikation und einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit. Dadurch wird die Leistung des Teams optimiert und, last but not least, die Fluktuation gesenkt – ein wichtiger Vorteil im Kampf gegen den Fachkräftemangel.
Leadership ist eine erlernbare Kompetenz, bei der Empathie ein essenzieller Aspekt ist.
Ich begleite dich gern auf diesem Weg.




